Starker Toback

Waldtabak, © Werner Barkemeyer
Waldtabak, © Werner Barkemeyer

In dieser Sonderausstellung erfahren Sie Wissenswertes über die Tabakpflanzen, ihre natürlichen Eigenschaften, ihre Verwendung und Bedeutung in der Landwirtschaft, im Gewerbe, im Handel und im Leben der Menschen der Region. Erweitert durch ökologische und kulturelle Zusammenhänge, Alltagsleben und markante Grafiken erwartet Sie bei uns ein oft vergessenes Kapitel der Flensburger Geschichte.

Freuen Sie sich auf Einblicke in verschiedene Aspekte des Tabaks und seine Bedeutung in Flensburg und Umgebung.

Eine zentrale Aufgabe der Ausstellung ist die Beschreibung des Tabakhandels und -anbaus in Flensburg und angrenzenden Gebieten. Frühe Zeugnisse des Tabakgebrauches finden sich bereits seit dem 17. Jahrhundert. Handel, Verarbeitung und Anbau von Tabak erlangten eine zunehmende Bedeutung in der gesamten Region. Um 1860 war die Tabakverarbeitung in Flensburg der bedeutendste Erwerbszweig. Ein Großteil der verarbeiteten Rohwaren stammte aus der Umgebung der Fördestadt und Fredericias. Hinzu kamen Importe des begehrten Portorico-Tabaks von den ehemaligen dänischen Kolonien.

Die Ausstellung beschäftigt sich in einem weiteren Kapitel mit den bemerkenswerten biologischen Eigenschaften der einzelnen Tabakarten und -sorten. Wurden Tabakpflanzen bei uns noch nach dem zweiten Weltkrieg vor allem zur Gewinnung von Rauchtabak in den Gärten angebaut, so finden sich nun in vielen Gärten diverse prächtig aussehende und wohlriechende Ziertabak-Arten. Mehrere Forschungsgruppen untersuchen die erstaunlichen Anpassungen der Tabakarten an ihre natürlichen Lebensräume. Und nicht zuletzt widmet sich die Ausstellung den ökonomischen, gesellschaftlichen und medizinischen Aspekten des Rauchens.

STARKER TOBACK ist eine Kooperationsausstellung zwischen dem Flensburger Schifffahrtsmuseum und dem Naturwissenschaftlichen Museum Flensburg, in Zusammenarbeit mit und gefördert durch das Land Schleswig-Holstein im Rahmen der grenzüberschreitenden Gartenschau BLUMEN BAUEN BRÜCKEN in Flensburg.

Ort: Naturwissenschaftliches Museum und Flensburger Schifffahrtsmuseum

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