Mit etwa 16.000 bekannten Arten sind Moose die zweitgrößte Gruppe der Landpflanzen. Zu dieser Jahreszeit lassen sie sich besonders gut beobachten. Deshalb ruft das Naturwissenschaftliche Museum gemeinsam mit dem LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster und der Naturbeobachtungsplattform Observation.org sowie den regionalen Partnern zum Melden von Moosfunden auf.
Beobachtungen können im Rahmen des Wettbewerbs „Arten-Olympiade 2026“ in der App „ObsIdentify“ erfasst werden. Interessierte beteiligen sich, indem sie bis zum Jahresende ihre Beobachtungen fotografisch dokumentieren und hochladen. Moose gehören zu den ältesten Landpflanzen und werden in die drei Gruppen der Horn-, Leber- und Laubmoose unterteilt. Sie sind mit etwa 16.000 Arten die größte Gruppe der Landpflanze nach den Samenpflanzen und wahre Überlebenskünstler. Sie sind in der Regel klein und wachsen langsam. Zu finden sind sie an Standorten wie an Felsen, an Bäumen, in Wäldern, in Mooren und auf Grünflächen, im Rasen oder an Mauern. Sogar unter Wasser leben Moose. Dort, wo Moose vorkommen, spielen sie eine wichtige ökologische Rolle im Nährstoffkreislauf, da sie die Nährstoffe aus der Atmosphäre in den Boden einbringen. Einige Moose, wie zum Beispiel die Torfmoose, sind aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes gefährdet. In Mooren spielen Torfmoose jedoch eine wichtige Rolle bei der CO2-Fixierung.
„ObsIdentify hat uns schon neue Fundpunkte bei einigen sehr seltenen Moosarten eingebracht. So konnten inzwischen verschiedene Zackenmützenmoose in Münster gefunden werden, die alle auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen“, sagt Dr. Carsten Schmidt. Der Biologe und Moos-Experte prüft und validiert Beobachtungen auf Observation.org.
Hintergrund Bei der bürgerwissenschaftlichen „Arten-Olympiade 2026“ können Interessierte das ganze Jahr über Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland melden. Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster hat zu Jahresanfang zur Teilnahme aufgerufen. Ob Pilz, Pflanze, Tier oder deren Spuren - die Mitmachaktion für Naturinteressierte lädt dazu ein, Naturbeobachtungen auf der internationalen Plattform „Observation.org“ und in der App „ObsIdentify“ zu teilen. Zu den Partnern der Arten-Olympiade gehören unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA). Unterstützt wird der Wettbewerb durch eine Spende der Stiftung der Sparda-Bank West
Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt „Arten-Olympiade 2026“ auf der Website bereit: www.arten-olympiade.lwl.org | www.bioblitze.lwl.org
Teilnehmende finden ihre Ergebnisse in der App ObsIdentify und Interessierte finden die Ergebnisse der Aufrufe auf Stadt-Ebene hier:
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/
Fragen an: germany@observation.org